Ein wichtiger Teil im Tagesablauf eines Orang-Utans ist der Bau des «Schlafnests», in dem er die Nacht verbringt.
Zuerst muss der Baumeister einen guten Platz in einem oder mehreren Bäumen auswählen. Dann legt er das Fundament, indem er einige grosse Äste umbiegt. Sie bilden das tragende Gerüst für die Matratze, die aus kleineren, umgebogenen und ineinander verflochtenen Ästen entsteht. Da die Nester meist 10 bis 20 Meter über dem Boden liegen, muss die Konstruktion sehr stabil sein!
Oft kommen noch eine Decke und ein Kissen aus belaubten Ästen dazu. Die Enden der Zweige für das Kissen beissen Orang-Utans häufig ab – vermutlich, um es weicher zu machen. Manchmal (oft an Regentagen) bauen sie sogar ein Dach aus zusätzlichen Ästen über ihr Nest!
Junge Orang-Utans lernen dieses Verhalten, indem sie ihren Müttern beim Nestbau zuschauen. Sie beginnen schon Jahre bevor sie zum ersten Mal allein in ihrem eigenen Nest schlafen, diese Fertigkeit zu üben.
Schaut zu, wie dieses erwachsene Männchen in Suaq sein Nest baut!
📷: SUAQ-Team